Opernhaus Bayreuth wird Weltkulturerbe
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Markgräfliches Opernhaus Bayreuth
(© dpa/pa)
Große Freude in Bayreuth: Das Markgräfliche Opernhaus der oberfränkischen Stadt wird ins Weltkulturerbe aufgenommen. Das beschloss das Unesco-Welterbekomitee am Samstag auf seiner Tagung im russischen St. Petersburg. Für Bayreuth bedeute diese Entscheidung "eine Weichenstellung von großer Tragweite", erklärte Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe.
Das Unesco-Komitee würdigte das Opernhaus als "einzigartiges Monument der europäischen Fest- und Musikkultur des Barock". Das Gebäude sei eines der wichtigsten architektonischen Zeugnisse der absolutistischen Gesellschaft im 18. Jahrhundert und in seiner ursprünglichen Form und Gestalt unverändert erhalten, teilte die Deutsche Unesco-Kommission mit.
Mit dem Opernhaus ist Deutschland mit 37 Stätten in der Welterbeliste vertreten. Sieben davon liegen in Bayern. Der barocke Prachtbau im oberfränkischen Bayreuth wurde von 1746 bis 1750 von dem damals europaweit führenden Theaterarchitekten Giuseppe Galli Bibiena und dessen Sohn Carlo gebaut. Auftraggeber war das Markgrafenpaar Friedrich und Wilhelmine von Brandenburg-Kulmbach.
Das Opernhaus Bayreuth repräsentierte den Typus des höfischen Festraumes der absolutistischen Gesellschaft. Es war zu seiner Zeit in Größe und Pracht nur mit Häusern in Wien, Dresden, Paris oder Venedig vergleichbar. Wegen seiner stuckierten, geschnitzten und gemalten Dekoration gilt das Gebäude als weltweit einzigartig.